Wien-Westbahnhof. Abfahrt nach Deutschland: 8:40. Ich stecke meinen Kopfhörerstecker in die Buchse beim
Sitz ein - ein Vortrag über Südafrika!
Noch habe ich mir nicht gedacht „Was mache ich da eigentlich?“, aber laufend Bestätigungen von Gott zu bekommen, dass man das Richtige tut, ist super!
Zwei Wochen, und einen angenehmen Flug später, bin ich schließlich am Trainingbase in Südafrika angekommen. Nachdem die Winterjacke abgelegt war und in die Flip-Flops reingeschlüpft wurde, suchte ich mir eines von den vier Betten im 11 m²-Zimmer aus. Da ich im Flugzeug zum Schlafen kam, gab ich dem Ungeziefer unter dem Kopfpolster noch Zeit freiwillig zu verschwinden, und sah mich mal auf dem Gelände um.
Das Training-Center ist sehr nett aufgebaut, viel grün, die Erde rotbraun. Mein Zimmer teile ich mit einem Deutschen der schon ein halbes Jahr hier ist. In den nächsten Tagen wird noch ein Südafrikaner dazu stoßen.

Nun aber nochmals zum Anfang der Reise:
Die zwei Vorbereitungswochen in Mosbach waren eine sehr intensive und gute Zeit. In den Discovery-Groups lernten wir andere Kulturen besser kennen. Das Ganze war sehr praxisnah aufgebaut. Das bedeutet, dass uns Situation gegeben wurden, und wir sie dann untereinander am Tisch besprachen. Einmal suchte sich jeder ein Foto aus, welches seine momentane Laune widerspiegelte. Ein Kanadier nahm ein Foto von einem Kind, dem das Gesicht
bemalt wurde. Wir fanden das alle sehr lustig, bis auf die Chinesin. Sie empfand das als Verstellen des selbst, weil man nicht das richtiges Gesicht sieht.
Demnach war die kulturelle Vielfalt sehr bedeutend, wie sie auch hier vorhanden ist: Personen aus über 15 Länder sind zusammengewürfelt!

Für die Go-Konferenz kamen sogar Prediger aus Amerika, ich hörte manche Vorträge zum dritten Mal, da ich schon zwei Mal als Volunteer in der Küche mitgearbeitet hatte.

Eigentlich dachte ich, dass ich mit zu viel Text zu kämpfen hätte, der nächste Newsletter wird sicherlich gestopfter sein ☺ Diese Woche ist noch die Vorbeitungs- und Ankunftswoche!
Wie erwartet gibt es hier kein Internet, ich kann nur meine neue E-Mail-Adresse (philipp.ragette
tt.rsa.om.org) benutzen.
Viele Liebe Grüße,
Philipp